2019: Der Missbrauch von Macht kommt nie überraschend

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Das Gartenhaus, Teil 1

P1: B. hatte sich ein Gartenhaus gekauft und gleich aufgestellt.

P2: Das Haus war stark runter gesetzt, da ein alter chinesischer Fluch darauf lag. „Mögest du in interessanten Zeiten leben.

P3: B. Was soll dann das für ein Fluch sein?

T: Abwarten.

P4: Die interessanten Zeiten begannen kurz darauf: Unsere Helden flüchteten sich vor einem Sturzregen in das Gartenhaus und dieses wurde alsbald von den ansteigenden Fluten davon getragen.

P5 Die Sturmflut spülte sie bis in das Königreich der Stühle hinein. Unzählige Stühle warteten hier in Reih und Glied darauf, dass eines Tages ihr König erscheinen würde und sie in die entscheidende Schlacht führen würde. Wer ihr Gegner sein würde war ein Geheimnis, das Geheimnis war in einem Mysterium verborgen und das Mysterium war ein Enigma.

P6 B: gibt es schon Anzeichen dafür, wann der König eintrifft?

Stuhl1: Es kann jeden Moment losgehen.

Stuhl2: Wir sind auf jeden Fall bereit.

P7 Hoch über der Szene ritten schwule Piraten auf geflügelten Schweinen einher. Ein kaum bewachtes Gartenhaus schien ihnen eine leichte Beute zu sein.

P8 B. war gar nicht unglücklich darüber gekapert zu werden. Die schwulen Piraten waren sehr freundlich, und brachten ihre Beute samt Passagieren zur nächstgelegenen Blaustelle.

P9 Und dann konnte B. das Gartenhaus sogar behalten, weil die Piraten echt keinen chinesischen Fluch haben wollten.

B: Was macht denn so eine Blaustelle?

T: Sie ist einfach nur blau. Und wahrscheinlich sehr zufrieden damit.

Blaustelle: Ich mache ja auch einen verdammt guten Job.

P10 B: Ich wünschte, ich hätte auch so ein klares Ziel im Leben. Einfach nur Blau sein.

T: Wär nix für mich. Auf Dauer zu monothematisch.

P11: Apropos monothematisch: B. hatte einen monothematischen Antagonisten. Der hatte in seinem Leben überhaupt nichts anderes zu tun, als B. zu sagen, dass er sich mehr anstrengen soll.

P12: A: Es ist ein Job wie jeder andere. Wenn ich ihn zu fassen bekomme, sag ich ihm was Sache ist, und nach Feierabend trinke ich ein Bier wie jeder andere auch.

P13: Noch ein Mysterium:

B: Wer bezahlt eigentlich diesen schrägen Typen, der mich immer so blöd von der Seite anraunt?

Es blieb ein Mysterium, denn der Tapir lächelte und schwieg. Und wenn eines Tages noch eine zweiter kam und B so was sagte wie: Du wirst es nie weit bringen, das habe ich ja schon immer gesagt“, dann würde auch das ein Geheimnis bleiben.

Das Gartenhaus Teil 2

P1 Unsere Helden hatten die zeit mit der Blaustelle sehr genossen, dann wollten sie aber weiter und riefen ein Uber. Bei Karbbenuber natürlich, alles andere würde hier keinen Sinn machen.

P2 B: Weißt du an was mich das erinnert?

T: Na klar. Futurama. Zoidbergs Mobile Opression Palace.

P3 Beide: Behold the mobile opression palace!

P4 Die nächste Siedlung war ein Weiler, aber immerhin hatten sie die Auswahl aus zwei verschiedenen Gartenhaus-Transportunternehmen.

B. Gartenhaus R US oder Gartenhaus express

T: Ich hab ganz gute Erfahrung mit Gartenhaus Express gemacht.

P5 B. beschäftigte sich nur kurz mit der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells eines Gartenhaustransportunternehmens und schimpfte dann wild über den Logistik Manager, der den Abschluss einer total überteuerten Versicherung für die Sache mit dem Fluch zur Bedingung machte.

P6 T: Das wird bei der Konkurrenz nicht billiger. Ich hab dich gewarnt: Was du beim Kauf sparst zahlst du später wieder drauf.

B: Grummel

P7 Immerhin: Der Transport erfolgt via Luftschiff, was eine der bequemsten Arten ist, in einem Gartenhaus zu verreisen.

P8 Und dann schlug der Fluch wieder zu, ein Sturm zog herauf, das Luftschiff wurde abgetrieben, und zwar diesmal weit hinaus in die unkartierten Gebiete.

P9 Am Ende landeten sie unsanft in einer Wüste ohne Namen.

P10 B: hier ist aber erschreckend wenig los. Also sogar für eine Wüste.

T: Ich mag ja Wüsten. So stelle ich mir die Welt vor, wenn ich erst mal den Superdetonator Maxi X in die Hände bekomme.

P11: Der Superdetonator Maxi X war ein legendäres Doomsday Device das des Tapirs Werk endgültig abschließen würde. Mit einer Explosion die einfach alles vom Angesicht der Erde fegte.

P12 Und weil B. das wusste hatte er seinen Superdetonator Maxi X sehr gut weggeschlossen. Nicht dass noch ein Unglück passiert.



Das Gartenhaus Teil 3

P1 Gerade als B anfing die Ruhe zu genießen ging das Gemecker los.

Wüstenwart: Was seid denn ihr für Halbstarke? Wieso parkt ihr eure blöde Kiste einfach in meiner Wüste? Wissen eure Eltern was ihr hier abzieht?

P2 B: Äh…

T: Hör mal zu du alter Penner, wenn du dich aufplustern willst, dann gibt’s was auf die Nuss.

P3 W: Ach, wenn das so ist…

T: Ich spreche seine Sprache ein wenig.

P4 Es stellte sich heraus, dass der Wüstenwart hier für Ordnung sorgte, bis endlich alles kartiert war. Und es wäre ein guter Job, wenn nicht ständig irgendwelche Unruhestifter hier mit ihren Mofas Rabatz machen würden.

P5 Wie aufs Stichwort tauchte ein Heer aus Mofas am Horizont auf und hielt unaufhaltsam auf die Absturzstelle zu.

P6 Der Wüstenwart lief ihnen laut schimpfend entgegen, fuchtelte mit seinem Stock und ward danach nicht mehr gesehen.

P7 Wie eine Flutwelle riss ein Meer aus Mofafahrern das Gartenhaus ein weiteres mal hinfort, B. und der T hatte alle Mühe und Not sich irgendwie fest zu halten.

P8 Irgendwann beruhigte sich der Sturm und das Gartenhaus trieb in einem ruhigen Meer, warmes smaragdgrünes Wasser unter sich.

P9 T: Na endlich mal ein Setting, das wie Urlaub aussieht.

B springt ins Wasser.



Das Gartenhaus Teil 4

B und der Tapir trieben schon ein paar Tage dahin, dachten sich nix böses, als ein anderes Boot in Sicht kam.

P2 Als sie näher kamen staunten sie nicht schlecht, als sie den König der Stühle erkannten. Sie verneigten sich tief und zollten seiner Majestät die gebührende Ehre.

P3 König: Gentlemen, bitte erheben Sie sich. Es freut mich endlich wieder auf Edelmänner zu treffen, die sich zu benehmen wissen.

P4 Mylord, ich bin Bartholomä, auch bekannt als der Freiherr vom schönen See und dies hier ist der Markgraf vom brünstigen Elch.

P5 Kleiner Exkurs: B. wusste schon immer, welchen Adelstitel er führen wollte. Aber als die Dinger dann tatsächlich verteilt wurden, dann fiel dem Tapir auf die schnelle nichts besseres ein als Witze auf dem Niveau eines zehnjährigen zu machen. Und das hatte er jetzt davon.

P6 T: Wir sind große Fans B: Wir sind eure untertänigsten Diener, Mylord. Bitte verfügt frei über unsere Dienste.

P7 König: Wahrlich, ihr seid Männer von Ehre. Sagt: Habt ihr mein Heer gesehen?

P8: T: Wie sieht es denn aus?

B guckt ihn böse an

P9 König: Also, es sollten Stühle sein. Sehr gute Stühle. Und sehr viele Stühle.

P10 B: Fürwahr, wir sind eurem Heer begegnet. Viele Meilen in…

fuchtelt

… dieser Richtung

T: Ist schon ein paar Tage her, aber sah auch nicht so aus als würden die so schnell da abziehen.

P11 Man kettete das Boot des Königs der Stühle und das Gartenhaus zusammen und verbrachte den Abend mit seiner Majestät.



Das Gartenhaus Teil 5: Die Geschichte des Königs

P1: Mylord, verzeiht meine Neugier, aber es ranken sich Geschichten um euch und euer Heer. Könnt ihr die Wahrheit preisgeben?

König: Oh, diese Erzählung ist lang und finster.

P2: T Umso besser. Los geht’s

P3: Nun denn. Es ist nun schon viele Monde her, im Zeitalter des grünen Schwans, da erblickte ich als Erstgeborener und Thronerbe meiner stolzen Eltern das Licht des jungen Tages.

P4: Mein Vater war der alte König der Stühle und seine Frau war bekannt als schönster Stuhl des ganzen Landes und weit darüber hinaus.

P5 Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Da die Königin so lange nicht schwanger werden wollte, war sie zu einem Alten Hocker in die Stadt hinabgestiegen, der sich auf die schwarzen Künste verstand.

P6 Und bald wurde sie schwanger, aber sie dachte vor lauter Glück nicht mehr an den Hocker und dieser wurde am Tor des Schlosses abgewiesen, als die Feierlichkeiten zur glücklichen Geburt anstanden.

P7 Und wie Hocker eben sind in ihrem Zorn belegt mich der alte Hocker mit einem Fluch.

P8 T: Einen Fluch? Wir haben auch einen Fluch.

B: Pst.

P9 Der Fluch besagte, dass ich mich verirren würde und für sehr lange Zeit den Heimweg nicht mehr finden würde. Erlösen könnte mich nur ein Heer, so groß, dass es bis über den Horizont hinaus reichen würde.

P10 Und das war noch nicht alles, das war ein sehr umfangreicher Fluch, mit Anhängen.

P11: Sehr gründlich, dieser Hocker.

Das Gartenhaus Teil 6:

P1: Was sind denn das für weitere Aufgaben.

König: Ach, ich hab nicht alle im Kopf. Reine Schikane. Ich soll irgendeinen Baum fällen. Mit einem Hering.

P2 T: Die größte Eiche des Waldes?

K: Ja genau.

T Der Hocker hat Humor.

P3 Und lauter anderen Mist. Ein Theaterstück inszenieren. Einen Töpferkurs belegen. Mein Heer in die Schlacht führen. Als AuPair in Frankreich arbeiten.

B: Moment. Heer? Schlacht? Welche Schlacht denn?

König: Keine Ahnung. Was bietet sich denn an?

P4 T: Mylord, ich muss es jetzt sagen: ihr seid ein Mann nach meinem Geschmack. Wenn ihr ein Heer habt, dann führt ihr es in die Schlacht. Weil man das halt so macht. Ihr seid ab sofort mein Vorbild.

P5 B: Wenn euch nichts einfällt: In unserem Supermarkt um die Ecke gibt es das Königreich der Nonfoodabteilung. Der König da hält sich für besonders wichtig. Dem könnte eine gepflegte Invasion bestimmt mal gut tun.

P6 König das merke ich mir, danke für euren Tipp

P7 Den Rest der Nacht tauschte man noch ein paar alberne kleine Geschichten aus und sang zusammen Lieder.

P8 Am nächsten morgen lösten sie ihre Gefährte voneinander und verabschiedeten sich vom König der Stühle, der auch immer ihr König sein würde.

P9 T: Nie findet der sein Heer. Da wette ich.

B: Vielleicht auch besser so.

P10 Springender Fisch verschlingt das Gartenhaus

Und dann war es wieder zeit für interessante Zeiten.

Das Gartenhaus Teil 7:

P1 Schaubild Wal] Von einem großen Fisch verschlungen zu werden hat ja erst mal so nen biblischen Touch, am Ende geht es aber mehr um Verdauungsprozesse und das Verlassen des Wals geschah auf natürliche Weise und soll hier auf keinen Fall mit unnötigem Detailreichtum ausgeschmückt werden.

P2 AM Strand

T: Das war voll Scheiße.

B: Bin ja nicht so für Fäkalwörter zu haben, aber wann wenn nicht jetzt.

P3 Glücklicherweise erwies sich der Strand als Ostseestrand weil a) das eh die besten sind und b) der Heimweg nicht mehr weit war.

[Gartenhaus auf Tieflader]

P4 zuhause hatte sich inzwischen eine Kommune in ihrem Haus eingenistet.

P5 T: Kaum ist man mal kurz aus dem Haus…

B: Hey. Ihr Hippie. Raus aus meinem Haus. Das ist mein Haus.

P6: Hippy guckt aus dem Fenster: Jetzt nicht mehr. Euer Eigentum ist aufgrund Nichtbenutzung an die Gesellschaft zurück gegeben worden. Mit anarchistischen Grüßen.

P7: B: Na warte, wenn das der König erfährt.

T: Hey! Zu dem Anwesen gehört übrigens auch dieses wunderschöne Gartenhaus.

Zeigt auf das Gartenhaus, das jetzt wieder an seinem ursprünglichen Platz stand.

P8: H: Ey, guckt mal, ein Gartenhaus.

H2: Boah, Gartenhaus ist aber voll bürgerlich.

P9: Um es kurz zu machen: Die Hippies veranstalteten noch am gleichen Abend eine Orgie in eben diesem Gartenhaus, und waren dann auch nicht mehr gesehen.

P10: T: EIn Problem weniger.

B: Also ich mochte das Gartenhaus.